Hinter den Kulissen der Gründer: Judge it!

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Für uns interessant ist natürlich immer wer hinter dem Start up steckt. Daher kurz etwas zu dir: Wer bist du und was hast du vor der Gründung gemacht?

Ich habe Judge it! (unsere App) gemeinsam mit 2 Freunden und meinem Bruder nebenberuflich in den vergangenen 1,5 Jahren entwickelt.

Bist du allein oder im Team?

Wir haben zu viert gegründet. Damit verteilen sich die Aufgaben ideal bei uns und wir können aufwändigere Themen verteilen und uns, und das ist ganz wichtig, zu vielen Themen inhaltlich detailliert austauschen und damit in wichtigen Fragen zeitnah eine andere Sicht auf manche Dinge kriegen. Zudem hilft es auch, mit mehreren Personen unterwegs zu sein, um sich gegenseitig zu motivieren und anzuspornen, wenn man mal eine Durststrecke hat.

Im Falle du bist im Team: Wie hat sich das Gründerteam gefunden? Wie sind die Anteile aller Mitgründer verteilt?

2 von uns sind Brüder, und wir alle sind seit über 20 Jahren eng miteinander befreundet. Das hilft extrem (anders als die weitläufige Meinung, mit Freunden zu gründen sei nicht gut), da man sich so in- und auswendig kennt, und auch leichter mal Kritik anbringen oder „verzeihen“ kann, wenn mal etwas nicht so läuft wie gedacht. Wir haben uns noch nicht einmal gestritten, das ist wirklich bemerkenswert. Die Anteile sind zu 32%, 32%, 29% und 7% verteilt.

Wie heißt dein Start Up und welche Start Up Idee steckt dahinter? Was ist das Geschäftsmodell?

Unsere Gesellschaft heisst tAPPing forward GmbH. Wir entwickeln Smartphone Apps. Unsere erste App heißt Judge it!
Mit Judge it! können mehrere Personen über Termine, Fotos, Text- und Linkoptionen im Handumdrehen abstimmen und erhalten übersichtliche Echtzeitergebnisse. Zudem ist eine Abstimmung über soziale Netzwerke via Broadcastlink möglich. Teilnehmer können auch per Link eingeladen und es können Gruppen (für Freundeskreise, Sportvereine etc. pp.) angelegt, nachträglich Auswahloptionen und Teilnehmer ergänzt und die Ergebnisse einer Abstimmung extern, d.h. via Email, WhatsApp etc. geteilt werden. Zudem kann je Abstimmung innerhalb der Abstimmungsgruppe gechattet werden. Wir sind keine weitere (reine) Terminkoordinationsapp – und vor allem kein klassischer Messenger.

Zum Thema Start up Idee finden: Wie ist deine Start Up Idee entstanden? Welche Geschichte steckt hinter deiner Geschäftsidee?

Die Idee ist entstanden, als wir 2015 mit mehreren Personen parallel mehrere Junggesellenabschiede organisiert haben. Es war ein echtes Chaos und hat sich teils ewig hingezogen. Bekannte reine Terminkoordinationsapps haben dabei leider nicht geholfen, da sie nicht intuitiv waren, keine Telefonbuchsynchronisation erfolgt, keine mehrdimensionalen Abstimmungen (Zeit, Ort, Unterkunft…) möglich sind oder ein Chat fehlt. Als wir uns den Markt angesehen haben, stellten wir fest, dass keine intuitive, vielseitige Abstimmungsapp existierte. Mit Judge it! können bspw. auch mehrdimensionale Abstimmungen erstellt werden – auch innerhalb nur einer Abstimmung kann auf diese Weise bspw. über Ort und Termin eines Treffens gleichzeitig entschieden werden, und das im Handumdrehen mit zig Personen. Ein abstimmungsspezifischer Chat ermöglicht darüber hinaus das Klären von Detailfragen.

Was macht dein Startup einzigartig und was machst du zu bisherigen Konkurrenten/ bisherigen Lösungen anders/ besser?

Gruppenchats in gängigen Messengern können natürlich lustig und unterhaltsam sein. Eine zielgerichtete, schnelle Entscheidungsfindung in Gruppenchats ist jedoch idR unmöglich. Wir haben die Screens getrennt: ein Screen zeigt übersichtlich die Antworten jedes Teilnehmers zu verschiedenen Abstimmungsoptionen je Abstimmung (Wo fahren wir hin? Was machen wir Samstagabend? Was schenken wir Horst? etc.), auf einem separaten Screen kann darüber hinaus gechattet werden. So lässt sich sicherstellen, dass die Teilnehmer durch das Posten von Fotos im Chat, anderweitigen Diskussionen und Kommentaren etc. nicht die eigentliche Frage aus den Augen verlieren sondern auch bei jeglichem Spaß im Chat die Entscheidung zu etwas zeitgleich schnell herbeiführen können.

Was kostet das Produkt/Dienstleistung?

Judge it! ist kostenfrei nutzbar. Wir planen perspektivisch In App Käufe für erweiterte Funktionen, das ist aber Zukunftsmusik. Die oben beschriebenen Funktionen werden definitiv in vollem Umfang kostenfrei nutzbar bleiben.

Welche Zielgruppe hat das Startup?

Judge it! kann von allen Android und iOS-Smartphone-Nutzern in allen Altersklassen genutzt werden. Die App existiert bereits in 5 Sprachen (Englisch, Deutsch, Französisch, Portugiesisch und Spanisch) und wir arbeiten daran, weitere Sprachen anzubieten. Schätzungsweise liegt unsere Hauptzielgruppe bei Personen im Alter von 14 – 35 Jahren.

Hast du Gründungsberatung oder einen Coach in Anspruch genommen?

Nein, wenngleich hier und da Seminare bei der IHK für gewisse Basics, haben wir uns in die relevanten Themen selbst „reingefuchst“. Hier hilft unser diverser Background, mit IT / BWL / Jura-Ausbildungen und Tätigkeiten.

Wie planst du dein Unternehmen? Nutzt du einen Business Plan? Business Model Canvas? Nach Gefühl? Hast du eine detaillierte Finanzplanung?

Wir haben uns bislang ausschließlich mit Eigenkapital finanziert, insofern geht es derzeit wesentlich darum, die liquiden Mittel optimal einzusetzen. Der ganz überwiegende Teil der finanziellen Mittel wird für die Entwicklung der App selbst benötigt, perspektivisch stärker für Marketing. Eine Kapitalerhöhung ist derzeit nicht erforderlich, wir möchten aber nicht ausschließen, dass sich dies in 6 Monaten anders darstellt, je nachdem, wie schnell wir welche Funktionen noch einbauen möchten. Eine Monetarisierung, vgl. In App-Käufe, ist natürlich perspektivisch angedacht, aber dies wird noch dauern.

Was ist deine Unternehmensstrategie?

siehe oben

Welche Rechtsform/ Unternehmensform hast du gewählt und warum?

Wir haben die Rechtsform der GmbH gewählt, schlichtweg, um a) eine Haftungsbeschränkung zu haben für ungewisse Risiken, und b), da sie die gängigste Gründungsform in Deutschland und damit im Geschäftsverkehr anerkannt ist.

Hast du Gründerseminare, Start-Up Events oder Messen besucht?

Die IHK-Gründerseminare haben wir besucht, sowie ab und an App-spezifische Startup Events zur Vorstellung der App und um andere Gründer und Investoren kennenzulernen. Dies wird absehbar in den kommenden Monaten weiter zunehmen.

Sich Selbständig zu machen bedeutet leider auch, dass man sich um Themen kümmern muss, die einen vielleicht nicht immer interessieren. Gründen bedeutet daher auch Rechnungen, Steuern, Buchhaltung, AGB, Verträge erstellen … Wie gehst du damit um?

Wir haben einen Juristen bei uns im Team, ferner jemanden, der einen „Finance“-Background hat. Damit können wir viel intern erledigen. Darüber hinaus haben wir einen externen Steuerberater.

Was braucht dein Unternehmen an Ausstattung (z.B. Telefon, Büro, Computer, Firmenwagen)? Wo hast du das her?

Bislang „gar nichts“ – wir machen alles von zu Hause aus. Es gibt ja – Gott sei dank – sehr nützliche IT-Tools, um sich fortlaufend in Echtzeit auszutauschen und Freelancer zu koordinieren. Damit können wir ortsunabhängig zusammenarbeiten.

Sich Selbständig zu machen/ ein Startup zu gründen ist immer mit Risiken verbunden. Als Gründer geht man gewisse Risiken bewusst ein, jedoch sollte man andere frühzeitig absichern. Wie sicherst du Risiken ab? Wie wichtig ist dir das Thema Start-Up-Versicherungen? Hast du welche? Wenn ja, wofür?

Nein, wir haben keine Versicherungen. Judge it! läuft bei uns nebenberuflich – wir sind hauptberuflich alle anderweitig in anspruchsvollen Positionen tätig.

Was haben deine Freunde/ Verwandten/ Familie gesagt, als du dich selbständig gemacht hast/ dein Start Up gegründet hast?

Good luck:-) nein, ernsthaft. Da wir dies nebenbei betreiben, kommen natürlich wenig Warnhinweise. Die Idee fanden alle toll – von Jung bis „Alt“.

Wie finanzierst du dein Start Up? Hast du Eigenkapital mitgebracht, Kredite, Darlehen oder eine Finanzierung bekommen?

Wie oben beschrieben, sind wir zu 100% Eigenkapitalfinanziert. Dies kann, muss aber nicht so bleiben. Darüber machen wir uns in ein paar Monaten Gedanken.

Habt ihr aktuell noch einen Kapitalbedarf? Sucht Ihr nach Investoren? Wenn ja, welche Wünsche hättet ihr dabei?

Wir suchen aktuell noch keine Investoren. Sofern wir in der Zukunft welche suchen, ist es für uns ganz essentiell, dass wir die gleichen Werte und Ziele teilen, und insbesondere uns auf Augenhöhe begegnen. Es muss eine faire, langfristig angelegte, auf Vertrauen basierende Partnerschaft sein.

Speziell für Start Ups gibt es verschiedene staatliche und private Fördermittel. Allerdings ist es nicht immer leicht diese zu bekommen, jedes Bundesland hat eigene Anforderungen etc. pp. Hast du dich schonmal über Fördermitteln informiert? Wie stehst du dazu? Bekommst du welche? Wenn ja, welche?

Ja, hierüber haben wir uns informiert, jedoch ist es in der Tat schwer, diese zu bekommen. Derzeit bekommen wir keine.

Kooperationen stellen eine gute Wachstumsstrategie für junge Unternehmen dar. Gute Partnerschaften mit WIN-WIN sind aber oft nicht so einfach zu finden. Suchst du Kooperationen bzw. Partnerschaften für dein Startup? Falls ja, welche Form der Kooperation wäre für dich interessant?

Ja, wir suchen fortlaufend Kooperationen und sind auch schon die ersten eingegangen. Grds. ist für uns jeder Kooperationspartner interessant, der einen guten „Reach“, bspw. über soziale Netzwerke hat, oder allgemein bei jüngerem, unternehmungslustigem Publikum bekannt ist. Der Mehrwert, den wir liefern können, liegt in unserer App und den enthaltenen Funktionen begründet. Insbesondere über die Broadcast Funktion können Unternehmen Meinungen und Feedback einholen zu jeglichem beliebigen Thema – von einer Vielzahl an Personen, kostenlos, zu jedem Thema.

Das wichtigste eines Unternehmens ist Kundengewinnung. Wie gewinnst du Kunden? Wie machst du Akquise? Wie betreibst du Kundenbindung?

Grds. erachten wir für uns soziale Netzwerke als ideales Werbemittel. Judge it! hat einen inhärenten viralen Netzwerkeffekt: je mehr User die App hat, desto interessanter wird sie auch für alle, da auf diese Weise sichergestellt ist, dass auch „alle“ meine Freunde mit mir abstimmen können, mir Feedback geben können, Termine mit mir organisieren können etc. Da unsere Zielgruppe viel in sozialen Netzwerken unterwegs ist, arbeiten wir gerne mit Social Media Influencern zusammen, um unsere App bekannter zu machen. Dies wird unseren Hauptakquisitionskanal darstellen. Kundenbindung sollte bei Apps idealerweise nicht aktiv betrieben werden müssen; wenn die App einen Mehrwert schafft, und das tut sie in unseren Augen definitiv, ist eine aktive Kundenbindung bedingt erforderlich. Natürlich müssen wir aber die App fortlaufend weiterentwickeln und optimieren, um unseren User immer mal etwas Neues zu bieten. Hier haben wir eine Menge Ideen.

Gerade am Anfang ist Marketing für Startups besonders wichtig, aber bei begrenztem Budget gleichzeitig auch schwierig. Wie sieht dein Startup-Marketing aus? Welche Kanäle benutzt du?

Wir nutzen wie beschrieben Social Media als wesentlichen Marketingkanal, zudem geben wir häufig Interviews und hoffen auf die Möglichkeit, weitere Kooperationen eingehen zu können. Das Thema „growth hacking“ ist ja in aller Munde, wir hatten natürlich auch vieles über Blogger, Redaktionen und Youtube Channels direkt versucht, das ist aber im Einzelfall nicht immer leicht machbar. Aber auch hier bleiben wir dran. Print, TV und Radio sehen wir für unsere Zwecke als weniger geeignet an.

Wo steht dein Startup jetzt und was sind deine Ziele für die nächsten 12 Monate? Wo willst du hin? Was sind für dich wichtige Kennzahlen?

Wir wollen die global meistgenutzte Abstimmungsapp werden. Um dies zu erreichen, arbeiten wir hart daran, die App fortlaufend weiter zu optimieren, neue Funktionen einzuführen, aber gleichzeitig intuitiv zu belassen. Wichtige Kennzahlen sind neben Downloads, sessions, Bildschirmaufrufe natürlich die Retention rate, sowie DAU, WAU und MAU Entwicklungen.

Was würde dein Startup am Meisten nach vorne bringen/ dir am Besten helfen?

Wenn prominente Youtube und Facebook – social media influencer uns (regelmäßig) nutzen würden – um über ihren Kanal Abstimmungen mit allen Followern zu machen. Das geht per Link-Abstimmung (Broadcast) im Handumdrehen. Wir arbeiten hart daran, dies zu ermöglichen.

Was für Schwierigkeiten hatte dein Startup/ du bisher? Was waren deine größten Hürden?

Es gibt immer wieder schwierige, zähe Phasen. Auch wenn man hierüber viel liest, es gibt viel mehr ungeahnte Rückschläge, und Zeitverzögerungen die zermürbend sein können. Hierbei nicht die Nerven zu verlieren und weiter auf das Ziel zuzusteuern ist extrem wichtig, wenn auch nicht immer einfach.

Im Vergleich zu anderen Ländern wie Amerika ist in Deutschland Scheitern verpönt. Natürlich will niemand scheitern, aber wer etwas macht, kann halt auch Fehler machen. Viele potentielle Gründer gründen aber gar nicht erst, aus Angst, das es schief geht. Hast du Angst zu Scheitern? Wie gehst du mit der Möglichkeit um?

Niemand will scheitern. Aber Angst haben wir nicht, zumindest keine existenzielle – da wir anderweitig beschäftigt sind. Ich denke auch dass viele Gründer dies falsch machen: direkt alles auf eine Karte setzen, weil die eigene Idee ja quasi fliegen muss. Je nach Geschäftsmodell ist dies natürlich auch zeitlich erforderlich; wir können die Themen aber gut aufteilen und lassen uns fortlaufend durch Freelancer unterstützen, insofern kommen wir auch so, wenngleich es manchmal stressig ist, gut zurecht.

Was sind nach deiner Erfahrung die häufigsten Gründe für eine schlechte Produktivität?

Wenn man sich zu lange mit Details beschäftigt.

Alle Leser und ich freuen sich zum Schluss über deine wichtigsten Tipps für Startups:

1. Rückschläge als Herausforderungen ansehen – davon wird es viele geben. Weitermachen!
2. Nicht „totoptimieren“, sondern das Produkt erst einmal als „Basicversion“ am Markt testen, und dann mit Kundenfeedback weiterentwickeln
3. Finanziell keine zu frühen Zugeständnisse machen

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